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    23.06.2014
    US-Militärparaden in Lankwitz
           
    Lankwitzer Bilderbogen
      LANKWITZ    

    © Foto: Arbeitskreis Historisches Lankwitz
    Die amerikanischen Truppen verabschiedeten sich vor 20 Jahren am 23. April 1994 von den Berlinern mit einer Parade auf der Steglitzer Schloßstraße.

    Dieser denkwürdige Jahrestag läßt auch an die Militärparaden der Berlin-Brigade in Lankwitz in den 1960er Jahren auf der gerade verbreiterten Kaiser-Wilhelm-Straße erinnern. Diese militärischen Demonstrationen hatten mehr ein symbolisches Gewicht gegenüber den übermächtigen Sowjettruppen. Nach einem möglichen Angriff der Sowjets hätten die amerikanischen Soldaten wohl ihr Leben opfern müssen. Umso dankbarer waren die Lankwitzer den Soldaten und viele Zuschauer säumten die Paradestrecke, sie zeigten damit ihr Vertrauen auf die Schutzgarantie der Alliierten. Die US-Paraden bewiesen der Bevölkerung nicht nur militärische Disziplin, sondern versicherten der Bevölkerung auch ihre Verteidigungsstärke und -bereitschaft. Die Mannschaften der Berlin-Brigade, deren Soldaten schon an der Luftlandeoperation in der Normandie 1944 beteiligt waren, marschierte mit Musikzügen, Fahnenabordnungen sowie Kampf- und Schützenpanzern an der Ehrentribüne vor der Grünanlage neben dem Postamt am Stadtkommandanten und dem damaligen Bezirksbürgermeister Peter Bloch vorbei. Am 1. Juli 1945 besetzten die Amerikaner ihren Berliner Sektor. Die Lankwitzer hatten das Glück, am (zufällig) richtigen Ort zu leben und waren dankbar, von der sowjetischen Besatzung erlöst worden zu sein. In der Kaiser-Wilhelm-Straße 4 wurde eine Kommandantur eingerichtet. Schutz bot auch die Militärpolizei, die in die Oliver-Barracks, der heutigen Polizeidirektion 4 in der Gallwitzallee, Quartier bezog.

    Die Amerikaner bauten die Brücken über den Teltowkanal wieder auf, sie verbesserten die Versorgung der Bevölkerung, förderten die Wirtschaft, organisierten kulturelle Veranstaltungen und Jugendtreffs. Aus der Militärhoheit zogen sie sich frühzeitig zurück, so dass eine demokratisch legitimierte Selbstverwaltung auch im Bezirk Steglitz entstehen konnte.

    Wolfgang Friese
    Arbeitskreis Historisches Lankwitz





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