(Druckversion: Ein Artikel von Kiezkontakt-Online vom 05.03.2013)
Marienfelder Romanautorin
Pest und Papst - Kaiser und Kaufleute
  MARIENFELDE     BÜCHER

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Würden nicht Wohnhäuser den Blick versperren, könnte Ulrike Stutzky von ihrem Schreibtisch aus Berlins ältestete mittelalterliche Kirche, die Marienfelder Dorfkirche (Bj. ca. 1240), in nur wenigen hundert Metern Entfernung sehen. Hier reifte in der promovierten Historikerin und Germanistin, die bereits an der Uni mittelalterliche Geschichte dozierte, der Entschluss, die unendlich spannende und aufwühlende Epoche des Hoch-Mittelalters in einem Roman zu verarbeiten. Nach 3 Jahren Arbeit entstand ihr Erstlingswerk "Das Rad der Fortuna". In packender Weise erzählt der Roman von dem Krämer Dietrich Berlinger und seiner Familie, die im Jahr 1346 die großen Umwälzung des Jahrhunderts hautnah zu spüren bekommen: der Schrecken der Pest, der mörderische Machtkampf zwischen Kaiser und Papst, religiöse Eiferer und die abenteuerlichen Handelwege über die Alpen nach Italien. Wie bei einem Schicksalsrad, das sich dreht, erfährt der Leser vom Auf und Ab des Lebens im Mittelalter.

KK: Frau Stutzky, 2012 war auch für Sie persönlich ein Jahr mit Fortune (Glück)....

Ja, das kann man so sagen. Ich habe in "Aavaa" einenVerlag gefunden, der "Das Rad der Fortuna" als Taschenbuch im Januar 2013 auf den Markt gebracht hat. Zuvor gab es das Buch nur als ebook zum Herunterladen im Internet.

KK: Sie sind selbst begeistert vom Mittelalter...

... und das bereits seit meiner Grundschulzeit. Die Zahl der Mittelalterfans wächst stetig. Historiker jedoch verharren allzu oft auf ihren Lehrstühlen und meiden den Kontakt mit interessierten Laien. Während die Wissenschaftler immer neue Erkenntnisse in ihren Elfenbeintürmen horten, gedeihen in der Öffentlichkeit die Vorurteile und Mythen über jenes dunkle Mittelalter weiter.

KK: ...als da wären....

Hexenverfolgung und Inquisition allerorts, edle Ritter, Geistliche als verfressene Heuchler. Mir war beim Schreiben wichtig, authentisch zu bleiben. Vor allem die Mentalität und die Sprache des Mittelalters wollte ich original wiedergeben. Es kam mir nicht auf reine Faktenhuberei an. Daten und Namen machen noch keine Historie aus. Als gelernte Historikerin gilt für mich als erstes: Nichts ist spannender als Geschichten, und zwar die Geschichten einzelner Menschen, ihre Lebensumstände, ihre Handlungen und deren Beweggründe.

KK: Wieso gerade das 14. Jahrhundert?

Ich kenne kaum ein spannenderes Jahrhundert als das 14. - das Krisenjahrhundert des Mittelalters - die Epoche der Pest, des 100jährigen Krieges, der großen Kämpfe um Papsttum und Kaiserwürde. Der Roman beleuchtet somit einerseits das wechselhafte und aufregende Schicksal einer Familie im Spätmittelalter, andererseits greift er aber auch zeitlose, unter Umständen sogar aktuelle Aspekte auf: Wie gehen Menschen mit umwälzenden und nie gekannten Katastrophen um? Was passiert mit einer vermeintlich geordneten Gesellschaft in einer Krisensituationen?

KK: Das klingt spannend... Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und eine wachsende Leserschaft auch aus dem Kiez!

Der historische Roman "Das Rad der Fortuna" von Ulrike Stutzky ist für 11.95 Euro als Taschenbuchausgabe mit der ISBN Nummer 978-3-86254-890-3 im Handel erhältlich (auch als Großdruck oder Minitaschenbuch für die Handtasche). Das ebook zum Download kostet 6,99 Euro.

Leser-Verlosung
Kiezkontakt verlost unter allen Einsendern einer Postkarte unter dem Stichwort "Das Rad der Fortuna" 3 Minitaschenbücher des Romans im praktischen Handtaschenformat. Einsendeschluss ist der 31. März 2013. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Anschrift: Kiezkontakt, Emilienstr. 17, 12277 Berlin.