(Druckversion: Ein Artikel von Kiezkontakt-Online vom 13.09.2013)
Von Lichterfelde in die Welt
Wiking-Ausstellung im Steglitz-Museum
  STEGLITZ     AUSSTELLUNGEN KONZERTE

© Foto:
www.steglitz-museum.de
Heimatverein Steglitz e. V., Drakestraße 64 A, 12205 Berlin-Lichterfelde, Tel. 8 33 21 09, www.steglitz-museum.de


Herausgeber:
MM-MIKRO Services GmbH,
Emilienstr. 17, 12277 Berlin
Tel. 843 777 -665, Telefax 030 24 35 96 -88

Geschäftsführer/Chefredakteur:
Dipl.-Betriebswirt Ernst-G. Ewald
Redaktion: Gabriele Ewald

Verantwortlich für die Online-Version:
BFO-Systems GmbH

Die eigene Heimatgeschichte zu bewahren, sie wachzuhalten und weiterzugeben – für dieses Ziel haben sich seit nunmehr 90 Jahren unzählige Menschen im Heimatverein Steglitz engagiert. 90 Jahre, ein Menschenleben, sind ein guter Grund zurückzuschauen zu den Anfängen und gleichzeitig die Sache voranzutreiben, durch neue Ausstellungen und Aktionen. Beides gelingt den unermüdlich Tätigen im Ehrenamt, sodass gleich zwei Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen: Die Jubiläumsfeierlichkeiten des Steglitz Museums am 29.September 2013 und die Wiking-Modellbau-Ausstellung im Herbst 2013.

Wiking – die Faszination der großen Welt der kleinen Miniaturen.

Vom 13. Oktober 2013 bis 26. Januar 2014 zeigt das Steglitz Museum in der Drakestraße 64a in einer Ausstellung das einmalige und faszinierende Gesamtwerk von WIKING-Modellbau und seiner Geschichte. Von den 1930er-Jahren bis in die späten 1980er-Jahre wurden die Miniaturen millionenfach in der altehrwürdigen Backsteinvilla „Unter den Eichen 101“ geschaffen, von der Idee bis zur Produktion - mit viel gestalterischer Kraft. Waren es in den 1930er-Jahren zunächst Schiffsmodelle im Maßstab 1:1250, kamen dann Flugzeuge in 200-facher Miniaturisierung und 1948 die legendären Verkehrsmodelle erst in 1:100, dann in 1:87 passend zur Modelleisenbahn hinzu. Noch heute entfachen die kleinen Modelle Leidenschaft und begeistern Sammler oft ein Leben lang.

Der gebürtige Berliner Friedrich Peltzer (1903-1981) war es, der WIKING-Modelle erfand und die Marke zum Modell-Mythos werden ließ. Überraschend nah am Vorbild, aber immer funktionell - so sahen Peltzers erste Schiffsminiaturen aus. Der Modellbau wurde 1936 zu seiner geschäftlichen Kernkompetenz. Nach dem Krieg ging es weiter: Aus Kunststoffresten wurden Kämme fürs Volk gespritzt, ab 1948 folgte die rasche Marktdurchdringung jener Automodelle, die heute viele tausend Sammler in Verzückung versetzen. Sie alle begeistert die Chronologie in seiner facettenreichen Themenbreite – die Faszination der großen Welt der kleinen Miniaturen.

Im Rahmen einer Verkaufsausstellung im Steglitz Museum können Modelle auch käuflich erworben werden. Als „Bonbon“ der Ausstellung wird es ein neues Modell in limitierter Auflage geben. Öffnungszeiten der Ausstellung sind Dienstag bis Freitag und Sonntag von 15-18 Uhr. Der Eintritt zur Wikingausstellung beträgt 1 Euro. Jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

90 Jahre Heimatverein Steglitz

Im Herbst 1923 – drei Jahre nach der Schaffung Groß-Berlins und der Bildung des neuen Verwaltungsbezirks Steglitz – fand in der Stadtbibliothek Steglitz in der Grunewaldstraße eine viel beachtete Ausstellung zum Thema „Alt-Steglitz“ statt. Der Erfolg der Ausstellung war überraschend und so nachhaltig, dass der Gedanke eines Heimatvereins schnell Form annahm: Noch während die Ausstellung lief, wurden Listen ausgelegt, die zum Beitritt in einen zu gründenden Verein für die Ortsgeschichte einluden, und diese füllten sich bald mit vielen bekannten Steglitzer Namen. Am Schlusstag der Ausstellung, es war der 30. September 1923, wurde durch Initiative des Oberstadtbibliothekars Dr. Hans Rothardt (1876 - 1953) der Heimatverein Steglitz gegründet. Er firmierte zunächst unter dem Namen „Verein für die Ortsgeschichte von Steglitz“.Der Verein beschränkte sich zunächst auf den Stammort Steglitz, weil es nach dem Zusammenschluss der bis 1920 sehr auf ihre Selbstständigkeit bedachten Gemeinden Steglitz, Lichterfelde und Lankwitz jahrelang untereinander noch viele Ressentiments gab.

2013 bedankt sich der Verein vor Vortag es Jubiläums bei seinen Mitgliedern für die Treue und bei der politischen Öffentlichkeit für die Zusammenarbeit und Unterstützung und lädt am 29. September 2013 zu einem Festkonzert mit der Mandolinisten-Vereinigung Berlin 1950 e.V. in die Räume der Ev. Johannes Gemeinde in der Lichterfelder Ringstraße 3 um 15 Uhr. Im Anschluss empfängt der Verein seine Gäste im Museum und führt durch die neue Ausstellung zum Geburtstag und zur Stadtgeschichte