(Druckversion: Ein Artikel von Kiezkontakt-Online vom 04.11.2013)
75. Jahrestag der November-Pogrome
  STEGLITZ|ZEHLENDORF     GESCHICHTE KIRCHE

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Kontakt: Netzwerk Erinnerungskultur des Kirchenkreises Steglitz, Ev. Markus-Kirchengemeinde, Pfarrerin Dr. Katrin Rudolph, Tel. (030) 79 47 06 27, Mail: rudolph@markus-gemeinde.de


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Das Netzwerk Erinnerungskultur des Kirchenkreises Steglitz lädt zu zwei Gedenkveranstaltungen ein:

9. November 2013

Anwohner sind anlässlich des Jahrestages der Progromnacht gebeten, an Stolpersteinen in ihrer Nähe eine Kerze zu entzünden und sie gegebenenfalls zu reinigen. Initiatorin ist die Koordinierungsstelle Stolpersteine. Diese Aktion wird nicht organisiert, sondern richtet sich an alle Bürger. Jede und jeder wählt selbst den Zeitpunkt. Wer Informationen zu nahe gelegenen Steinen sucht, findet sie unter der Suchfunktion der Seite www.stolpersteine-berlin.de.



10. November 2013

Aus unserer Mitte gerissen: Gedenkveranstaltung – Schweigezug – Gottesdienst
Es sprechen Lala Süsskind, Vorsitzende des 2008 gegründeten jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus, Bezirksbürgermeister Norbert Kopp und Dieter Fitterling von der Initiative Haus Wolfenstein.
Assaf Levitin singt El male rachamim (hebr. Gott voller Erbarmen), ein Gebet, das am israelischen Nationalfeiertag Jom HaScho’a zum Gedenken an die Opfer des Holocaust vorgetragen wird. Die Moderation hat Pfarrerin Dr. Katrin Rudolph, Vorsitzende des Netzwerks Erinnerungskultur im Kirchenkreis Steglitz.
Im Anschluss führt ein Schweigezug zum ehemaligen Jüdischen Blindenheim in der Wrangelstraße. Seine Bewohnerinnen und Bewohner wurden 1942 in Konzentrationslager deportiert. Unter dem Titel Dem Leiden ein Gesicht geben wird dort an die Biografien einzelner Opfer erinnert.
Ein gemeinsamer Gottesdienst in der Matthäus-Kirche schließt die Gedenkveranstaltung ab. Pastor Dr. Matthias Walter von der Baptistengemeinde Steglitz hält die Predigt, die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hat der jüdisch-christliche Shalom-Chor unter der Leitung von Assaf Levitin.
Aktive Juden und Christen gründeten den Chor vor fast zwanzig Jahren nach einer Begegnung der Baptistengemeinde Steglitz mit dem bekannten Kantor Estrongo Nachama. Seitdem hat der Chor in fast allen Berliner Synagogen und vielen Kirchen gesungen. Zuletzt trat er beim ersten jüdischen Chorfestival in Wien auf.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und der Initiative Haus Wolfenstein von der Steglitzer Ökumene durchgeführt. Dazu zählen die Evangelischen Kirchengemeinden Steglitz-Nord, die Katholische Rosenkranzgemeinde und die Baptistengemeinde Steglitz.