(Druckversion: Ein Artikel von Kiezkontakt-Online vom 22.09.2014)
Damit der Turm nicht ins Wanken gerät
WIR
  STEGLITZ     KIRCHE

© Foto: Matthäus Kirchegemeinde


Herausgeber:
MM-MIKRO Services GmbH,
Emilienstr. 17, 12277 Berlin
Tel. 843 777 -665, Telefax 030 24 35 96 -88

Geschäftsführer/Chefredakteur:
Dipl.-Betriebswirt Ernst-G. Ewald
Redaktion: Gabriele Ewald

Verantwortlich für die Online-Version:
BFO-Systems GmbH

Steglitzer Kirchturmspitze muss saniert werden

....und plötzlich ist die Herausforderung da. Unterschwellig immer präsent - ja - und dennoch in dem Moment unerwartet und gänzlich einnehmend. Bauausschusssitzungen. Treffen mit der Denkmalbehörde. Finanzierungsmodelle erarbeiten. Sammelaktionen organisieren. Wer kennt sich aus mit Crowed-Funding? Der Kalender von Peter Behrendt und der Mitstreiter vom Bauausschuss der Steglitzer Ev. Matthäus-Gemeinde in direkter Nachbarschaft des Rathauses Steglitz hat sich von „heute auf morgen“ mit Terminen gefüllt.

Was war geschehen? Dass der vollständig gemauerte 64 Meter hohe Kirchturm der 1880 eingeweihten Kirche sanierungsbedürftig ist, war der Gemeinde bekannt. Eine gefährliche Situation brachte allerdings eine statische Bestandsaufnahme mittels eines Krans Mitte August: Zu einem senkrechten Riss etwa zwei Meter unterhalb des Turmkreuzes hatte sich ein fast umlaufender waagerechter gebildet, den man von unten nicht hatte sehen können. Lose Ziegel lagen auf der Brüstung. Könnte das Turmkreuz abstürzen? Mit sofortiger Wirkung wurden daher Glockengeläut und eine weitere Nutzung der Kirche untersagt sowie das Gelände um die Kirche herum gesperrt.

Vierzehn Tage später entfernen Industriekletterer in einer spektakulären Sicherungsmaßnahme die losen Ziegel, verfugten Steine neu mit Zement. Eine Turmbegehung von innen zeigte, dass die Turmspitze von einer in den 70er Jahren vorgenommenen Sicherung gehalten wird. So muss nicht die Turmhaube abgenommen werden. Mittlerweile ist alles gesichert, die Kirche ist wieder geöffnet und es werden Gottesdienste gefeiert, Gruppen treffen sich wieder im vorher gesperrten Gemeindehaus.

Das erste Krisenmanagement hat funktioniert. Auch die Medien haben mitgespielt und dazu beigetragen, den Sanierungsbedarf Berlins ältester neogotischen Kirche, die über 1000 Menschen fasst, in die Öffentlichkeit zu tragen.

Doch nun fängt die eigentliche Herausforderung erst an. Ein Konzept für die langfristige Sanierung des Kirchturms sieht vor, den gesamten Kirchturm im Frühjahr einzurüsten, um die Turmspitze neu aufmauern zu können. Ein kostspieliges Unterfangen, dass zudem mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden muss. Allein die Kosten für das Gerüst werden mit 130.000 Euro veranschlagt, für die ganze Sanierung rechnet man mit 500.000 Euro. Zuviel für eine einzelne Gemeinde. Einige kreative Ideen, wie man durch Aktionen Gelder sammeln kann, werden von den Gemeindemitgliedern bereits erarbeitet. Doch schon jetzt ist klar, dass Türkollekte und Kuchenverkauf bei dieser Dimension nicht ausreichen werden,um die Sanierung eines Steglitzer Wahrzeichens zu finanzieren. Und so ruft die Gemeinde zu Spenden auf.

Es wird wohl ein starkes Signal des „WIR“ aus der Bevölkerung brauchen und nicht nur den Blick auf „DIE“, die einer großen Herausforderung entgegensehen. So unterstützt KiezKontakt den Spendenaufruf der Kirchengemeinde auf das nachfolgende Konto. Eine Spendenbescheinigung kann von der Gemeinde ausgestellt werden. Nähere Informationen erteilt gern Peter Behrendt (Bauausschuss der Matthäus-Gemeinde), Tel. (030) 834 78 53 Mail: peter-behrendt@t-online.de.

Ev. Matthäus-Gemeinde Konto 49 08 70 68 BLZ 210 602 37 IBAN DE27 2106 0237 0049 0870 68 BIC GENODEF1EDG Ev. Darlehnsgenossenschaft eG Stichwort „WIR – Kirchturm Steglitz“