(Druckversion: Ein Artikel von Kiezkontakt-Online vom 22.09.2014)
NPG-Tafel feierlich enthüllt
  LANKWITZ STEGLITZ     GESCHICHTE INFORMATIVES

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Am Gebäudes des Instituts für Medizinische Diagnostik in der Siemens- Ecke Nicolaistraße wurde am 03. September 2014 eine Gedenktafel für die Neue Photographische Gesellschaft (NPG) enthüllt, die von 1897 bis 1921 an dieser Stelle ihre Wirkungsstätte hatte und als Aushängeschild ihrer Zeit galt. Bereits 2009 initiierte Kiezkenner Wolfgang Holtz zusammen mit seiner Frau eine umfangreiche Ausstellung über die NPG im Gutshaus Steglitz. Mit dem Tag der Enthüllung werden nun Teile der Ausstellung als Dauerausstellung dem Publikum jeden Montag bis Freitag von 8-17 Uhr im Eingangsbereich des Instituts zugänglich gemacht (Eintritt frei).

Die NPG produzierte von 1897 bis 1921 u.a über 15.000 verschiedene Ansichtskarten und mehr als 20.000 Stereoskopkarten zu den unterschiedlichsten Themen. 1.200 Beschäftigte zählte die Firma zu Spitzenzeiten unter der Leitung von Firmengründer Arthur Schwarz. Das kleine runde Emblem mit den Buchstaben NPG auf Ansichts- und Grußkarten, die weltweit ausgeliefert wurden, verrät die Produktionsstätte in Berlin-Steglitz. Die „Kilometerphotographie“ machte es möglich, dass an einem Tag mehr als 40.000 Karten hergestellt werden konnten. 1912 zog sich Arthur Schwarz von seinen leitenden Stellen zurück. Die Konkurrenz und die allgemeine wirtschafliche Situation machte ihm und der Firma zu schaffen. 1921 kam das Aus. Die NPG wurde von der Dresdener „Mimosa“ übernommen und als Tochter bis 1948 weitergeführt. Auf dem Gelände siedelte sich u.a. zwischen Oktober 1932 und April 1933 das Dessauer Bauhaus unter Mies van der Rohe an.