(Druckversion: Ein Artikel von Kiezkontakt-Online vom 21.01.2013)
Steglitzer Shoah-Gedenken - Sonntag, 27.01.2013
Pressemitteilung
  STEGLITZ     GESCHICHTE KIRCHE

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Pfarrerin Dr. Katrin Rudolph / Evang. Markus-Kirchengemeinde


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Am Sonntag, 27. Januar um 18 Uhr laden die Jugendmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Kirchenkreises Steglitz Menschen aller Generationen zu einem Abendgottesdienst mit einem bewegenden Thema in die Markus-Kirche ein.

Am "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" werden die Lebensläufe von Steglitzer Bürgern gewürdigt, die stellvertretend für die vielen Nachbarn stehen, die der Bezirk in jener dunklen Zeit verloren hat. "Dies ist eine Gedenkfeier für ganz Steglitz", sagt Pfarrerin Katrin Rudolph, Verantwortliche für das Netzwerk Erinnerungskultur, das seinen Schwerpunkt in der Stolperstein-Arbeit hat. Dass die Steglitz-Zehlendorfer Stolperstein-Initiativen in kirchlicher Hand lägen, sei in Berlin einzigartig. Was die kirchlichen Initiativen dabei von anderen unterschiede, sei das pädagogische Element. So seien auch Jugendliche an dem Gottesdienst beteiligt, sagt Rudolph.
Während der Gedenkfeier werden Fotos eingeblendet und die langsame Entrechtung von Juden und Christen jüdischer Herkunft anhand konkreter Biografien verdeutlicht. Zu erwarten ist ein besonderer und berührender Abend.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Aus diesem Grund hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog im Jahr 1996 den 27. Januar zum Gedenktag erklärt. Es sei wichtig, "aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen", äußerte Herzog seinerzeit.
In der jüdischen Tradition wird der hebräische Begriff shoah" (Katastrophe, Unheil) für die Vernichtung der europäischen Juden verwendet.

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